Ein Haus,
langsam gebaut.

Velmora begann nicht als Plan, sondern als Frage: Wie schmeckt ein Ort, wenn man ihm zuhört?
Wir kamen in Berlin an mit zwei Kisten Werkzeug und dem Gedanken, ein Restaurant zu bauen, das man beim Namen kennt — nicht bei der Zahl der Sterne. Kein Konzept, das man in einem Satz erklären kann. Nur eine Küche, die sich täglich neu entscheidet, was auf den Teller darf.
Die Zutaten kommen aus einem Umkreis von einhundert Kilometern. Der Wein größtenteils aus Deutschland und Österreich, oft aus Weingütern, die wir selbst besucht haben. Das Brot backen wir jeden Morgen. Der Käse reift im Keller unter dem Gastraum.
In sieben Jahren
- 2019
Ein Küchenchef verlässt sein Restaurant im Süden, um etwas Kleineres zu suchen.
- 2021
Ein leeres Ladenlokal in Schöneberg. Ziegel, Holz, viel zu wenig Licht.
- 2022
Erste Testabende. Sechs Freunde. Neun Gänge. Kein Preisschild.
- 2023
Velmora öffnet mit vierundzwanzig Plätzen. Die erste Karte umfasst elf Gerichte.
- 2026
Ausgabe № 07 der Karte. Drei Höfe, ein Fischer, ein Winzer.
Drei Dinge,
an denen wir hängen.
Alles was wir verwenden, hat einen Namen, ein Gesicht, einen Ort.
Ein Abend dauert bei uns drei Stunden. Nicht länger, nicht kürzer.
Fermentation, Räuchern, Trocknen, Einlegen. Zeit ist eine Zutat.
